Am 13. Mai wird weltweit der World Cocktail Day, der Welttag des Cocktails, gefeiert. Das Datum ist nicht zufällig gewählt. Genau an diesem Tag erschien im Jahr 1806 in der amerikanischen Wochenzeitung The Balance and Columbian Repository erstmals eine schriftliche Definition des Wortes „Cocktail". Seitdem sind über zweihundert Jahre vergangen und Cocktails haben sich von amerikanischen Bars aus über die ganze Welt verbreitet. Lassen Sie uns das dieses Jahr ordentlich feiern: Hier sind die fünf beliebtesten Cocktails der Welt, die Sie auch zu Hause zubereiten können. Und am Ende verraten wir Ihnen einen Tipp für eine Zutat, ohne die kein professioneller Barkeeper auskommt.
Bevor wir uns den Rezepten widmen, halten wir kurz bei einer Sache inne, die bei der Cocktailzubereitung zu Hause oft unterschätzt wird. Im Rezept steht „ein Teelöffel Zuckersirup" und so greifen wir zur billigsten Flasche im Regal oder lösen einfach weißen Zucker in Wasser auf und sind damit zufrieden. Doch genau hier entscheidet sich, ob unser Drink gut oder herausragend wird. Profis greifen zu hochwertigen Sirupen, die dem Cocktail eine konstante Süße, ein authentisches Aroma und eine feine Textur verleihen. Und da wir auf knapp 220 Jahre Cocktailmischen zurückblicken können, haben sich auch Marken herauskristallisiert, auf die man sich verlassen kann.
In unserem Sortiment finden Sie zwei klare Spitzenreiter: das französische Monin, das sich seit 1912 der Herstellung von Bar-Sirupen widmet, und die Marke Albert Michler mit historischen Wurzeln in der österreichisch-ungarischen Monarchie, deren Reihe The Cup auf 100 % natürliche Zutaten setzt. Beide Marken decken alles ab, was ein Barkeeper braucht – vom Minzsirup für den Mojito über Grenadine für den Tequila Sunrise bis hin zum Vanillesirup, der den Espresso Martini zaubern lässt. Und wer die Zubereitung noch weiter vereinfachen möchte: Monin bietet auch fertige Mixeur-Mischungen für Mojito, Margarita und Piña Colada an, bei denen man nur noch Alkohol und Soda hinzufügen muss.

Dieser Cocktail aus den 70er-Jahren erlebt ein gewaltiges Comeback und hält sich in den Rankings der meistverkauften Drinks der Welt seit fünf Jahren stabil in den Top Drei. Seine Geschichte ist legendär. Der Londoner Barkeeper Dick Bradsell mixte ihn 1983 für ein berühmtes Model, das „etwas, das mich wachmacht und gleichzeitig betrunken macht" bestellte. Und das Rezept ist im Wesentlichen bis heute gleich geblieben. Sie brauchen:
Geben Sie alle Zutaten zusammen mit Eis in den Shaker und schütteln Sie kräftig mindestens 15 Sekunden lang. Diese energische Bewegung ist entscheidend, denn so entsteht der charakteristische cremige Schaum auf der Oberfläche. Abseihen in eine vorgekühlte Martini-Schale und drei Kaffeebohnen oben drauf legen. Tipp: Probieren Sie statt des klassischen Zuckersirups den Vanillesirup von Monin – er verleiht dem Drink eine feine Tiefe und Cremigkeit.
Die Margarita wurde in Mexiko in den 30er- oder 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts erfunden (der genaue Ursprung ist bis heute umstritten) und hat seitdem die Herzen der ganzen Welt erobert. Das Rezept ist einfach, aber perfekt ausgewogen:
Reiben Sie mit einer Limettenspalte den Rand des Cocktailglases ab und tauchen Sie es in eine Schale mit Salz, sodass eine Salzkrante entsteht. Mischen Sie im Shaker mit Eis Tequila, Cointreau und Limettensaft, seihen Sie das Ganze ab und servieren Sie es. Wenn Sie eine süßere Variante mögen, geben Sie noch 10 ml Albert Michler Limettensirup hinzu, der den Limettengeschmack zusätzlich unterstreicht. Und für heiße Sommertage vergessen Sie nicht die Frozen Margarita: Einfach alles mit Crushed Ice mixen.
In Italien gehört er zu den Aperitifs wie der Espresso zum Frühstück, in deutschsprachigen Ländern findet man ihn seit einigen Jahren auf der Karte fast jeder Bar. Seine Stärke liegt in der Schlichtheit, der wunderschönen orangefarbenen Farbe und dem erfrischend bittersüßen Geschmack, der perfekt als Aperitif funktioniert. Das Rezept hat in Italien feste Proportionen und die Italiener legen großen Wert darauf:
Füllen Sie ein großes bauchiges Weinglas mit Eis, geben Sie Prosecco und Aperol hinzu und gießen Sie zum Schluss mit Soda auf. Leicht umrühren, eine Orangenscheibe hinzufügen und servieren. Achten Sie auf die Reihenfolge. Der Prosecco wird zuerst eingegossen, damit die Bläschen ihre Struktur behalten.
Der echte kubanische Daiquiri hat nichts mit den süßen Frozen-Versionen zu tun, die Sie vielleicht vom Strand kennen. Er ist einer der reinsten Cocktails überhaupt und wurde unter anderem von Ernest Hemingway geliebt. Drei Zutaten haben nirgendwo zum Verstecken. Die Hauptrolle spielt hier der Rum, der den Großteil des Drinks ausmacht – greifen Sie also zu einem wirklich hochwertigen:
Mischen Sie alle Zutaten im Shaker mit Eis und seihen Sie sie in eine vorgekühlte Cocktailschale ab. Keine Eiswürfel im Glas, keine weiteren Verzierungen. Nur pure Eleganz. Wenn Sie einmal einen richtig gemixten Daiquiri probiert haben, werden Sie verstehen, warum Barkeeper ihn als besten Test für die Qualität eines Rums betrachten.
Der Old Fashioned hält sich im Ranking Drinks International World's Best-Selling Classic Cocktails seit Jahren auf dem ersten Platz und das nicht ohne Grund. Er ist einer der ältesten Cocktails überhaupt und zeigt zudem wunderbar die Stärke eines hochwertigen Whiskys, der sich nicht hinter ausdrucksstarken Aromen verstecken muss. Sie brauchen:
Geben Sie den Zuckerwürfel in ein niedriges Whiskyglas und beträufeln Sie ihn mit Angostura. Fügen Sie etwas Wasser hinzu und lösen Sie den Zucker darin auf (oder verwenden Sie gleich Zuckersirup). Werfen Sie einen großen Eiswürfel hinein, gießen Sie den Whisky dazu und rühren Sie 30 Sekunden lang langsam um. Zum Schluss eine Orangenschale über dem Glas auspressen, damit die ätherischen Öle freigesetzt werden, und sie ins Glas geben.
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Mit so einer Ausstattung können Sie den Welttag des Cocktails jedes Jahr anders feiern. Prost!