Bourbon und amerikanischer Whiskey: Die süße Seite

Wenn Sie bei Whisky Noten von Vanille, Karamell und Toffee ansprechen, ist amerikanischer Whiskey genau das Richtige für Sie. Anders als bei der schottischen oder irischen Tradition spielt hier nicht Gerste die Hauptrolle, sondern Mais, und statt gebrauchter Fässer kommen neue, frisch ausgebrannte zum Einsatz. Das Ergebnis? Ein Destillat, das sanft und süßer ist und für viele Einsteiger den angenehmsten Zugang zur Welt des Whiskys darstellt.

Was genau ist Bourbon?

Bourbon ist nicht einfach ein anderer Name für amerikanischen Whiskey - es handelt sich um eine gesetzlich klar definierte Kategorie. Damit sich ein Destillat Bourbon nennen darf, muss es in den USA hergestellt werden, aus einer Getreidemischung mit mindestens 51 % Mais bestehen und in neuen, ausgebrannten Eichenfässern reifen. In die Fässer darf es mit maximal 62,5 % Alkoholgehalt gehen. Keine Farbstoffe, keine zugesetzten Aromen.

Wenn Sie auf dem Etikett die Bezeichnung „Straight Bourbon" finden, bedeutet das eine Mindestreifung von zwei Jahren (und bei weniger als vier Jahren muss das Alter auf der Flasche angegeben sein). Und „Kentucky Straight Bourbon"? Das ist ein Straight Bourbon aus Kentucky, wo Schätzungen zufolge rund 95 % des gesamten Bourbons produziert werden.

Gerade die neuen, ausgebrannten Fässer sind der Schlüssel zum typischen Bourbon-Geschmack. Das Holz gibt dem Destillat Vanille, Karamell und süße Noten, die Sie bei schottischem Whisky, der in gebrauchten Fässern reift, in diesem Ausmaß nicht finden. Deshalb ist Bourbon generell süßer und geschmacklich zugänglicher.

Bourbon a americká whiskey

Bourbon, Tennessee Whiskey, Rye: Was ist der Unterschied?

Amerikanischer Whiskey ist mehr als nur Bourbon. Eine weitere wichtige Kategorie ist der Tennessee Whiskey, dessen berühmtester Vertreter Jack Daniel's ist. Er erfüllt alle Bourbon-Kriterien, wird aber zusätzlich durch eine Schicht aus Ahornholzkohle gefiltert - das sogenannte Lincoln County Process. Das verleiht dem Whiskey seine charakteristische Geschmeidigkeit und ein sanft süßes Profil.

Dann gibt es den Rye Whiskey, also Roggenwhiskey. Statt Mais muss er mindestens 51 % Roggen enthalten, was ihm einen würzigeren und trockeneren Charakter verleiht. Wenn Sie Whiskey mit schärferen Kanten und pfeffrigen Noten mögen, wird Rye Ihr Favorit. In unserem Sortiment finden Sie interessante Rye Whiskeys von High West, die sich genau darauf spezialisiert haben.

Marken, die Sie probieren sollten

Die Welt des amerikanischen Whiskeys ist vielfältig, und egal ob Sie einen erschwinglichen Alltagsklassiker oder eine Premiumflasche für besondere Anlässe suchen - Sie werden fündig.

Jim Beam ist der meistverkaufte Bourbon der Welt, und die Geschichte dieser Marke reicht bis ins Jahr 1795 zurück. Der klassische weiße Jim Beam ist eine solide Basis, doch besonders empfehlenswert ist Jim Beam Black mit längerer Reifung und ausgeprägtererem Charakter. Für alle, die etwas Verspielteres ausprobieren möchten, gibt es auch aromatisierte Varianten mit Honig oder Apfel.

Four Roses ist ein Bourbon, der durch seinen ungewöhnlichen Herstellungsansatz besticht - die Brennerei arbeitet mit zehn verschiedenen Rezepturen und schafft durch deren Kombination eine breite Geschmackspalette. Die klassische Flasche ist ein hervorragender Einstieg, die Small-Batch-Version hebt das Erlebnis auf die nächste Stufe.

Woodford Reserve aus Kentucky gehört zu den Premium-Bourbons und ist ein Liebling der Barkeeper. Er bietet ein reichhaltiges, ausgewogenes Profil, das pur wie auch in Cocktails funktioniert. Neben dem klassischen Bourbon lohnt sich auch die Rye-Version.

Und wenn Sie etwas wirklich Außergewöhnliches suchen, gilt Blanton's als Wegbereiter der Single-Barrel-Bourbons - jede Flasche stammt aus einem einzelnen Fass, sodass keine zwei genau gleich schmecken.

Wie trinkt man amerikanischen Whiskey?

Bourbon ist außerordentlich vielseitig. Pur im Glas zeigt er sein volles Geschmacksprofil, mit einem Eiswürfel öffnet er sich nach und nach und der Alkoholstich wird milder. Doch amerikanischer Whiskey ist auch der König der Cocktails. Old Fashioned, Whiskey Sour oder Mint Julep - das alles sind Klassiker, die mit Bourbon am besten gelingen. Scheuen Sie sich also nicht, ihn auch hinter dem Bartresen einzusetzen.

Und wenn Sie sich Ihre eigene kleine Verkostung einrichten möchten, stellen Sie einen Bourbon, einen Tennessee Whiskey und einen Rye nebeneinander. Die Geschmacksunterschiede werden Sie vielleicht mehr überraschen, als Sie erwarten.


Leitfaden durch die Welt des Whiskys

  1. Whisky für Einsteiger
  2. Schottischer Whisky
  3. Irischer Whiskey
  4. Bourbon und amerikanischer Whiskey
  5. Japanischer Whisky
  6. Tschechischer Whisky
  7. Whisky als Wertanlage
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